GoPro für Fotografen?

Heute möchte ich klären, ob sich so eine GoPro für Fotografen lohnt oder ob das eher unnötigster Schnick-Schnack und Spielzeug ist. Und gleich vorweg: Der Beitrag hier erörtert nicht die technischen Vor- und Nachteile. Das machen andere Seiten im www. Ich möchte hier nur meine Gedanken mit euch teilen.

Wer meine aktuelle Reiseserie mitverfolgt dem ist vielleicht schon aufgefallen, dass ein paar Bilder eine ziemliche Weitwinkel-Verzerrung habe. Das liegt nicht daran, dass ich euch ein neues Objektiv verschwiegen habe, nein, ich hatte in diesem Urlaub leihweise eine GoPro Hero3+ Silver Edition mit dabei.

 

Sprechen wir ersteinmal über die Vorteile. Ich denke, dass ihr größter Vorteil mitunter auch in der Göße liegt, da ich sie dadurch tatsächlich auch mal in der Hosentasche mitnehmen kann und nahezu überall fotografieren kann ohne direkt aufzufallen. Das werden gerade Fotografen schätzen, die etwas dokumentarisch aufnehmen wollen und zum Beispiel auch einmal einen Schnappschuss im Supermarkt wagen möchten.

 

GoPro für Fotografen?

GoPro für Fotografen?

Kurz und knapp: Man kann sie immer mitnehmen und nahezu überall fotografieren ohne aufzufallen.
Außerdem sei natürlich nochmal erwähnt, dass sie wasserdicht ist!

GoPro für Fotografen?

GoPro für Fotografen?

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Das ist natürlich schon ziemlich beeindruckend und eröffnet ganz neue Möglichkeiten ohne gleich ein sündhaft teures Unterwassergehäuse kaufen zu müssen.

 

Kommen wir nun noch kurz zu den Nachteilen. Die GoPro hat natürlich weder Sucher noch Display serienmäßig und bietet somit keine direkte Bildkontrolle. Man kann das zwar umgehen, indem man die GoPro via WLAN mit dem Smartphone koppelt, dann fällt aber leider der Vorteil der Handlichkeit unter den Tisch.
Was mich aber noch mehr gestört hat als das, ist dass speziell die von mir verwendete Version kein RAW-Format ausgibt. Nachdem das für mich aber ein Unding wäre, müsste ich mir die ein wenig teurere GoPro Hero3+ Black Edition  kaufen, die könnte das nämlich. 🙂

Was denn nun? Taugt sie jetzt für mich oder nicht?

Sie taugt, vorausgesetzt man hat alles an Foto-Equipment was man meint zu brauchen und ein paar 100€ übrig. Denn es ist wie es schon immer war; die richtig guten Bilder entstehen nunmal nicht, bzw. selten mit kleinen Kameras und außerdem braucht es dazu dann meist noch das RAW-Format und wenigstens ein Display. Ich werde zuerst noch in „richtiges“ Equipment für die Landschaftsfotografie investieren, bevor ich mir eine GoPro zulege. Aber ich werde mir mit Sicherheit mal eine zulegen, denn es hat schon sehr viel Spaß gemacht, vor allem unter Wasser. Außerdem darf man niemals den Vorteil der Kompaktheit vergessen. Sie ist immer dabei und hat zudem einen 170° Blickwinkel, auch das bietet ab und an einen großen Vorteil und macht viel Spaß.
Und wie gesagt für dokumentarische Bilder ist sie perfekt, weil eben immer dabei…

 

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen ein wenig helfen…

 

Liebe Grüße,

 

euer Karlheinz